Leonie Sophie Yurtöven, du tolle Frau!
Ich skizziere kurz, dass es natürlich etwas mit dir macht, wenn du mit einem Menschen mit Down-Syndrom aufwächst. Aber anders gesagt, bin ich einfach mit einer (weiteren!) tollen Schwester groß geworden. Ich habe Leonie beigebracht, was ich konnte. Und sie mir auch. Und bis heute hört das nicht auf.
Leonie du bist super !!!!!!!!
AHHHH! MEINE MAUS! ICH HAB DICH LIEB UND ICH LIEBE UND VERMISSE DICH ! Meine Maus.
Steile These: ich glaube Leonie ist meine größte Unterstützerin gewesen, immer !
Leonie hatte immer Freude daran, mit mir quatschige Sachen zu machen, Und irgendwann habe ich natürlich auch meine Kunst-Skills mit ihr erprobt ... und sie hat richtig abgeliefert!
Eines Sommertages wollte Leonie unbedingt mit mir etwas unternehmen. Und ich mache dann eben gerne etwas, was uns beiden Spaß macht. Eis essen ... finde ich sehr langweilig, wenn die Gesprächthemen nicht weiter als R oder A hinaus gehen (if you know, you know). Also schlug ich vor sie solle ein Lied aussuchen ...
Ich muss mich kurz fassen, obwohl die Geschichte ihre eigene Seite verdient hätte ... sie kommt noch! Versprochen! Also es war so ... *spul spul spul* und dann war der tag gekommen, an dem Leonie und ich, in den weißen Kostümen von Alina, zu der Musik von Alex, nach der Idee von Georg tanzten, inmitten der von meiner Mutter gestrickten Chromosomen. Und alle haben mitgemacht ...
Leonie macht nicht nur Cappuchini und tanzt in meinen Filmen herum. Leonie spielt Hockey (DHC Wiesbaden, "Hockeyfreunde") , geht zum Theater (Theater Anders), geht zum Tanzunterricht (Tanzschule Weber) und auch zum Judo. Und manchmal gibt es so richtig große Turniere wo Leonie dann heim kommt mit Goldmedaillien ... manchmal aber auch nicht ...
Fun Fact: zu der Zeit war ich gerade dabei, eine Ausstellung mit Anton Derbenev im LABOR vorzubereiten. "HERZLANDSCHAFT". Eine Ausstellung die Werke von sich im Exil befindenden Künster*innen aus Belarus zeigt. Da Gerd-Uwe anwesend war, um das Turnier zu eröfnnen, lud ich ihn kurzer Hand ein, zur Ausstellung zu kommen. Spoiler: Er kam!
Eine meiner Lieblingserinnerungen ist der Film "FÜR DICH". Als ich an der HFG Offenbach studiert habe, gab es ein Wochenend-Seminar. Am ersten Tag, soltlen wir ein Drehbuch entwickeln und an den darauf folgenden Tagen, sollten wir das dann drehen. Irgendwie war ich die Einzige die ein fertiges Skipt dabei hatte und so hieß es kurzer Hand: Gut Laura. Das drehen wir dann Morgen. Wir kommen alle nach Wiesbaden. Aha. Die Geschichte hatte natürlich Leonie zur Hauptrolle und sollte, so beschrieb ich zumindest die Räume, im Haus meiner verstrobenen Oma spielen. ich holte mir also schnell die Erlaubnis dort mit 6 Fremden Frauen einen Film zu drehen und bat darum, dass Leonie "morgen" und "Übermorgen" nicht vorhat.
Ich hab dann noch fix das Drehbuch finalisiert, den Drehplan geschrieben, die Ausstattung zusammengesammelt, weitere Schauspieler verpflichtet und mit 2,3 Stunden schlaf haben wir dann den Film "Für Dich" gedreht.
